Kunsttherapie studieren trotz Erkrankung, konkrete Erfahrungen und Ratschlag
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Liebe Forenmitglieder,

Meine Frage zielt in eine ähnliche Richtung wie die von Rotwein vor mir.
Ich leide seit mehreren Jahren unter einer Bipolaren Störung und interessiere mich dafür, im Master Kunsttherapie zu studieren.
Ich habe bereits ein Diplom in einem künstlerischen Studienfach, und die Richtung würde sich im Hinblick auf eine konkrete Berufswahl gut anbieten.
Jetzt habe ich in den letzten Monaten ein Praktikum in dem Bereich gemacht (in einer Klinik, psychiatrische Abteilung, Bereich Kunsttherapie).
Nun war ich zu der Zeit nicht durchgehend stabil und habe den Zwiespalt schon ansatzweise selbst gespürt, in den man sich dort begibt.
Es gab auch Situationen, in denen es mir auf der Zunge lag, mich zu "outen, z.b. wenn ich von den anderen Therapeuten über das Krankheitsbild der bipolaren Störung belehrt wurde, aber ich konnte mich noch zusammenreißen. Die Rolle, die ich dort eingenommen habe, wurde aber immer schwieriger,
auch belastender zum Teil, als ich selbst anfing, wieder depressiv zu werden.

Ich denke, dass man als (diagnostizierter) Betroffener diesen Beruf bestenfalls nur dann ergreifen sollte, wenn man ziemlich stabil ist, die richtigen Medikamente gefunden hat etc.
(und das ist bei mir noch nicht durchegehend der Fall).

Gibt es hier (aus dem Sprektum psychischer Erkrankungen) betroffene Therapeuten und Therapeutinnen, die mir vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen von Vornherein abraten würden, mich in eine solche berufliche Richtung zu orientieren?
Hättet ihr euch im Nachhinein anders entschieden?

Ich würde mich auf Kommentare, Hinweise, Gedanken, Meinungen dazu freuen...
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