Approbation trotz psychotherapeutischer Behandlung?
#1
Hallo zusammen :-) 
aufgrund von eigener Erkrankung (Depression) bin ich neu hier im Forums und habe gleich eine Frage. 
Meine Situation ist folgende:
Ich studiere Medizin im 10.Semester (bin scheinfrei, derzeit aber aufgrund der Erkrankung krankgeschrieben) und für mich stellt sich gerade die Frage, ob ich eine Psychotherapie und ggf. einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik via Krankenkasse beantragen kann, ohne in einem Jahr (wenn ich bis dahin hoffentlich wieder gesund bin... ) nach dem PJ Probleme mit der Approbation zu bekommen?
Hat jemand Erfahrung wo ich das zuverlässig erfragen kann oder war vielleicht selbst in der Situation und kann erzählen wie genau sowas geprüft wird?
Ich hab furchtbar Angst dadurch etwas zu riskieren, komme aber um die Behandlung wahrscheinlich nicht herum Undecided
BU und LV interessieren mich erstmal nicht, dass es damit schwierig wird, ist mir bewusst... 

Lieben Dank und etwas verzweifelte Grüße!
  Zitieren
#2
Hallo,
Ich bin ähnlich wie du im PJ + seit längerem in psychotherapeutischer Behandlung. Die Krankenkasse ist nicht eigenständig dazu berechtigt, wegen einer depressiven Störung die Approbation zu gefährden, geschweige denn, die Informationen an ein LPA zu schicken! Du benötigst zur Erlangung der ärztlichen Approbation ein gesundheitliches Zeugnis, das von Betriebs-,/ Hausarzt ausgestellt werden kann. Im Internet, z.B. unter "http://www.berlin.de/lageso/_assets/gesundheit/berufe-im-gesundheitswesen/akademisch/aerztliche_bescheinigung.pdf" findest du den einfachen Vordruck, auf dem keine Diagnosen vermerkt werden. Eine sich in Behandlung befindende depressive Störung führt nicht zur Uneignung für den ärztlichen Beruf, daher verhindert sie auch nicht die Approbation. Wenn du ganz auf Nummer sicher gehen möchtest, solltest du dich evtl. an dein jeweiliges Landesprüfungsamt wenden, du bist bestimmt nicht der einzige Student/in, die sich Sorgen darum machen - oder du fragst z.B. einen Arzt, von wem du weißt, dass er diese Bescheinigungen ausstellt (z.B. für Kommilitonen...), wie er das handhabt. Wenn du das Studium geschafft hast und dann auch wieder das PJ absolvierst, bist du nicht im Anschluss daran für den Arztberuf ungeeignet wegen einer Psychotherapie.
Nimm dir die Zeit für die Therapie, ambulant oder stationär, die du brauchst!
Ich hoffe, ich konnte ein bisschen etwas  beantworten, auch wenn ich kein Jurist bin ;-)
  Zitieren
#3
Hier noch direkt das PDF falls der Link nicht funktioniert. (LaGeSog ist in Berlin zuständig)


Angehängte Dateien
.pdf   aerztliche_bescheinigung-1.pdf (Größe: 50,01 KB / Downloads: 2)
  Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste